Was ist Philosophischer Realismus von Jan G. Marque? 2.

Was ist Philosophischer Realismus?



Philosophischer Realismus ist eine von mir entwickelte Kunstvorm die innerhalb eines Themas Wort und Bild kombiniert. Ich denke, darum denke ich dass ich existiere - Jan G. Marque 2006 - Philosophischer Realismus. Dabei ist der Inhalt des Themas genauso wichtig wie seine Elemente Wort und Bild. Mit anderen Worten, das Bild sollte ebenso einladen es zu betrachten, die Worte sollten ebenso einladen sie zu lesen wie die Bedeutung des Themas zu ergründen.
An Sie, als Betrachter und Leser, richtet sich die Ermunterung das Thema zu suchen.
Philosophischer Realismus ist eine Einladung die Balance zwischen Verstand und Gefühl zu suchen, mit dem Hauptziel, die Sinnesorgane mit Ästhetik zu bereichern und das Denken anzuregen.

Dieses Ziel wird erreicht durch das Zusammenstellen eines Kunstwerkes mittels eines Gemäldes (Bild) und einer Unterschrift (Wort). Zusammen formen sie das Gesamtkunstwerk.
Die Unterschrift des Gemäldes (Wort) ist kein Titel. Ein subtiler jedoch wichtiger Unterschied. Titel bedeutet erklärende Hinzufügung, Unterschrift bedeutet eher eine passende Bestätigung (in diesem Fall Bezugnahme auf die Themen) ohne erklärend/beschreibend zu sein. Die Unterschrift kann ein Wort, ein Satz oder ein Text sein.

Dem philosophisch realistischen Werk kann der Betrachter auf drei Wegen begegnen: Betrachten des Gemäldes, Lesen der Unterschrift, Suche nach dem Thema.
  • 1. Genießen des Bildes.
  • 2. Genießen der Unterschrift.
  • 3. Versuchen die Bedeutung von Wort- und Bild- Symbolik zu finden und zusammenzufügen. Suche nach dem Thema im Spiel des Nachdenkens.

Interaktion, entstehend durch das Ergründen von Wort und Bild, ist Mittel zum finden des Themas. Das bedeutet, dass das Thema von mir als Ausgangspunkt erarbeitet und benutzt, nicht als Solches abgebildet oder beschrieben wird.
Sich auf den Weg begeben, die Suche, ist genauso wichtig wie ein eventuelles Erreichen des Zieles, das finden des Themas.

Ein Beispiel: „Ich denke, darum denke ich dass ich existiere“ (Abbildung links oben)

Dieses Gemälde könnte das Porträt eines alten Mannes sein. Man kann sich fragen, wer ist diese bestimmte Person, man kann das Gemälde genießen und es dabei belassen; meistens geschieht es so. Seit Jahrhunderten dienen Gemälde dem Zweck der Abbildung von Personen, Landschaften, Situationen, Geschehnissen etc., nicht mehr, nicht weniger. Man kann einen Titel hinzufügen, zum Beispiel: „Opa“ oder „Portrait des Herrn de Vries“. Auf jeden Fall ein Titel, der sich auf die abgebildete Person bezieht.
In meiner Kunstform ist die Identität einer abgebildeten Person nicht das Thema. Sie dient als Symbolik, Antreiber zur Suche nach dem Thema.

Die Unterschrift, die zu der oben genannten Abbildung gehört, bietet weder eine Erklärung des Gemäldes noch die Nennung des Themas.
Worte sowie Bild sind selbstständige Bezugnahmen des gewählten Themas, die weder beschreiben noch erklären. Das Bild illustriert nicht die Worte, Worte erklären nicht das Bild. Bedeutung bekommen beide erst nach einer Zusammenfügung; zusammen gestalten Sie das Kunstwerk. So sind Sie Ansatz zur Suche des Themas und seiner Bedeutung. Nur durch Suche können Sie, der Betrachter / Leser des Werkes, entdecken warum nur eine und gerade diese Person abgebildet ist und auf diese Art und Weise den Betrachter ansieht….“Ich denke, darum denke ich, das ich existiere“.

Kombinieren von Wort und Bild gilt auch für die Landschaftsgemälde, wie zum Beispiel das Werk rechts unten. Auch hier können Sie die Abbildung genießen und es dabei belassen. Wenn Sie jedoch außerdem die Unterschrift lesen: „Parcivalius liest die Symbole von Anu und Enki vor dem Baum der Erkenntnis“, verstehen Sie wiederum, dass es sich abermals weder um eine Erklärung von Bild oder Wort noch um Benennung des Themas handelst. Auch hier kann versucht werden, die Bedeutung von Wort und Bild zu kombinieren und das Thema zu finden.

Parcivalius liest die Symbole von Anu und Enki vor dem Baum der Erkenntnis (Sapere Aude. - Jan G. Marque 2006 - Philosophischer Realismus.) In meinen Werken spiele ich mit selbst entworfenem Licht; alchemistisch manipuliertes Licht, das nicht in der Natur vorkommt. Ich nenne dieses Prozess Magis Lux Lucis, Lateinisch für magisches Licht. Hierdurch können meine Gemälde vom traditionellen, klassischen Bild abweichen.

So können Sie sich als Betrachter auf den Weg zwischen Verständnis und Rätsel begeben. Da der Philosophische Realismus keine Antwort gibt, werden Sie eingeladen selbstständig zu interpretieren, was Sie lesen, denken und fühlen.

Philosophischer Realismus ist suchen nach, überdenken von und sich einfühlen in alle Erkenntnis. Mit der Präsentation meiner Suche hoffe ich auch Sie anzuregen, die Reise gemeinsam weiter zu führen.


Jan G. Marque ©


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